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Was für ein Theater:
Der
Weimarer Kultur-Express an der KGS
Hambergen.
Montagmorgen. Man wacht auf und stellt mit Erschrecken fest, dass zwei Tage
Wochenende vorbei sind und die nächsten fünf anstrengenden Tage Schule vor
der Tür stehen.
So geht es auch Leila, die aus lauter Wut die Waffe
von ihrem Vater einpackt. „Man muss ja nicht schießen, nur ein bisschen
Angst machen“, sagt sie sich. Ziel ihrer Aggression ist Claudia, die
Streberin. Durch einen Zufall bekommt Claudia die Waffe in die Hand und
damit die Möglichkeit, sich für alle möglichen Demütigungen zu rächen.

Damit steckt man bereits inmitten der Handlung des
Stücks, das von zwei Schauspielerinnen des Weimarer Kultur-Expresses Mitte
Januar in der Pausenhalle der KGS aufgeführt wurde. Von „I don’t like
Mondays“, so der Titel, zeigten sich die 131 Schülerinnen und Schüler aus
verschiedenen Deutschkursen der Jahrgänge 7 und 8 auf recht eigenartige
Weise angetan.
Nicht die Gewalt wurde dargestellt, die etwa die
16-jährige Brenda Spencer ausübte, als sie in Cleveland auf einem
Schulgelände zwei Menschen erschoss und neun schwer verletzte - auf die
Frage nach ihrem Motiv antwortete sie: „I don’t like Mondays“. Nicht diese
Gewalt, sondern deren Vermeidung war Thema des Stücks.
„Das Wichtigste ist, im Gespräch zu bleiben“, sagte
Katrin Heinke, die im Stück die Leila verkörperte, abschließend, Das fanden
auch die anwesenden Schülerinnen und Schüler, die sich nach der Aufführung
im großen NW-Raum zum 1-stündigen Nachgespräch mit den Schauspielerinnen
einfanden:
„Nicht schießen. Nicht schlagen. Reden!“
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