Komposition zur Diskussion

ION – die Instruktion
als Ausganssituation benötigt Motivation, Inspiration und Reflektion.
Die Intention ist Kombination von Körperfunktion und Emotion.

Es entsteht Kumulation von Aversion und Aggression, Attraktion und Depression, Emanziptation und Irritation
und Frustration, bei der Selektion und Produktion von Reaktion auf Dimension.
Jetzt kommt Ihre Assoziation, Imagination und Projektion; ich wünsche mir Interaktion und Rezension, sowie
Kommunikation; erlaubt ist auch die Opposition in der Diskussion.
Welches ist die Schlüsselposition?
Hat das Bild Dimension, Variation, Faszination? Ist es Dokumentation, Kollektion, Illustration, Illusion, Information
oder nur – Provokation?
Was ist Ihre Interpretation?

Dieser Text von Nike Koepke umschreibt äußerst treffend Zielrichtung und Vielfalt der Kunstwerke, die der von unserer Kollegin Kim Triebe geleitete Kunstleistungskurs von IGS und Gymnasium Osterholz-Scharmbeck in seiner Ausstellung „ION“ der Öffentlichkeit präsentiert. Während der Vernissage am 15.Januar 2019 konnten sich die BesucherInnen von den breitgefächerten Möglichkeiten, sich künstlerisch der Vieldeutigkeit des Suffixes „- ion“ zu nähern, ihr eigenes Bild machen. Engagiert und begeistert informierten die SchülerInnen über ihre Arbeit und traten getreu dem oben genannten Motto in den Trialog zwischen Künsterln, BetrachterIn und Kunstwerk.
Die Ausstellung ist noch bis zum 23. März 2019 im Rathaus der Samtgemeinde Hambergen (Bremer Straße 2, 27729 Hambergen) geöffnet. Schauen Sie vorbei und lassen sich auf die Kunst ein!

Gemeinsam, europäisch, digital – modernes Netzwerklernen in Europa

eTwinning: Encuentro Multilateral de profesores en castellano: ¡Participa, actúa, cambia!

Vom 15. bis zum 17. November 2018 hatte ich die Gelegenheit mit zehn weiteren deutschen Lehrkräften aus sieben Bundesländern und 94 Kolleginnen und Kollegen aus anderen europäischen Staaten das EU-Programm eTwinning in der spanischen Hauptstadt Madrid kennenzulernen.

Unterstützt von den Vertreter/-innen der eTwinning-Koordinierungsstellen mehrerer EU-Mitgliedsstaaten erfuhren wir alles Wichtige über eTwinning: eTwinning ist das Netzwerk für Schulen in Europa. Es wurde 2005 ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einer der größten Fach-Communitys für Lehrkräfte entwickelt. eTwinning verbindet derzeit knapp 625.000 Nutzerinnen und Nutzer aus Schulen und vorschulischen Einrichtungen in mehr als 40 Ländern. Ziel ist es, interkulturellen Austausch erfahrbar zu machen und damit europäische Vielfalt in das Schulleben zu integrieren. Für den fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen eröffnet eTwinning ebenfalls vielfältige Möglichkeiten. Das umfangreiche Fortbildungsangebot umfasst neben Seminaren im In- und Ausland auch Onlinekurse. eTwinning unterstützt Schulen damit auf dem Weg zu einer medienpädagogisch und europäisch ausgerichteten Institution.

Ganz konkret erarbeitete ich zusammen mit drei spanischen Lehrerinnen ein Projekt für unseren Spanischkurs im sechsten Jahrgang, in dem die Schülergruppen am Ende ein Sprachpuzzle für ihre europäischen Mitschüler*innen erstellen und versenden.

Weitere länderübergreifende Online-Kooperationsprojekte, die in Madrid auf den Weg gebracht wurden, sind beispielsweise eine europäische Musical-Produktion, der Austausch von Weihnachtskarten und –bräuchen und die kooperative Entwicklung einer digitalen Periodentafel der chemischen Elemente .

Lena Kornau

Erinnerung als Kunstobjekt

Dem Kerncurriculum für das Fach Kunst, insbesondere dem verbindlichen Kerninhalt Bild des Raumes ist zu entnehmen, dass SchülerInnen des 6. Jahrganges spielerisch-experimentell u.a. die Eigenschaften von Innen- und Außenräumen erfahren sollen.

In diesem Zusammenhang sollen sie ebenfalls die Wirkungen von Räumen erkennen und diese begründet erläutern. In zwei Projekten wurde das Bild des Raumes von SchülerInnen der 6.3 experimentell untersucht: Im ersten Projekt sammelten sie in einer Schachtel, die als selbstgestalteter Innenraum fungiert, ihre Erinnerungen und schönsten Momente der letzten Sommerferien. Herausforderung bei diesem Projekt war, dass die Momente nicht plan aufliegen, sondern möglichst plastisch dargestellt werden sollten. Hierfür erprobten sie sich an verschiedenen Materialien. Beim zweiten Projekt versuchten die SchülerInnen mithilfe von selbstgebastelten Stadtsilhouetten herauszufinden, mit welchen Mitteln (u.a. die der Überdeckung und Überschneidung) „Raum“ illusionistisch erfahrbar ist. Am Ende beider Projekte reflektierten sie in einem kritisch-argumentativ angelegten Text, was ihnen persönlich an ihrem Werk besonders gut gefällt, an welchen Stellen es Probleme gab, erläuterten diese und was sie das nächste Mal gegebenenfalls anders machen würden. Zu sehen ist ein kleiner Teil der vielen „Raumprojekte“ der 6.3

Im Anschluss an diese Praxisphase erfolgte eine längere Theoriephase, in der sich die SchülerInnen mit dem bekanntesten deutschen Maler der Romantik, Caspar David Friedrich, auseinandersetzten. Anhand seiner Landschaftsbilder fanden sie heraus, welche bildnerischen Gestaltungsmittel er einsetzte, um eine Illusion von Raum zu schaffen.