NABU und KGS Hambergen – ein starkes Team

Der Heilsberg ist die höchste Erhebung im Hamberger Heilsmoor. 1981 wurde es unter Naturschutz gestellt. Seit Jahren kümmert sich die Nabu-Gruppe Hambergen um seine Wiedervernässung. Download (pdf., 610kb)

Ein herzliches Willkommen!

Gespannte Gesichter, freudig-nervöses Gemurmel, große Augen. Einschulung! Wir freuen uns, unsere neuen 5. Klassen begrüßen zu dürfen. Die Einschulungsfeier konnte wieder gemeinsam stattfinden, wieder mit Gesang, Ballons und wieder mit allen Klassen und Eltern – immer noch etwas anders, aber fast schon wieder unter normalen Bedingungen. Viel Spaß beim gemeinsamen Lernen, Lachen, Leben an unserer KGS Hambergen!

Schulabschluss an KGS Hambergen

Auf dem Sprung

Sie haben ihr Ziel, die KGS Hambergen erfolgreich zu beenden, erreicht. Für 110 Schüler war dies ein guter Grund für eine Feier im coronakonformen kleinen Rahmen.

Von Andreas Palme

Auch die Absolventen der KGS Hambergen haben ihren Schulabschluss gefeiert. Für manche ein Zwischenziel, für andere das Sprungbrett ins Berufsleben
Hambergen. „Ich wünsche ihnen für die Zukunft alles Gute“, erklärte der stellvertretende Schulleiter Fred Baltrusch bei der Verabschiedung der aktuellen Abschlussjahrgänge der Kooperativen Gesamtschule Hambergen (KGS). 110 Schülerinnen und Schüler verließen die KGS am Wällenberg, um auf eine weiterführende Schule zu wechseln oder mit einer Ausbildung ins Berufsleben zu starten. Allerdings sind noch einige Absolventen auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz.

Wenig überraschend stand auch diese Verabschiedung im Zeichen der Pandemie. Feierten vor Corona alle Schüler ihren Abschluss gemeinsam, wurde nun ihre Schar zur Verabschiedung – die in der Uwe-Brauns-Halle stattfand – in drei Gruppen aufgeteilt. Jede der drei Feiern dauerte etwa 45 Minuten und gab Schülern und Eltern Gelegenheit, sich coronakonform von der Schule zu Verabschieden. Organisiert wurde die Verabschiedung von der Lehrerin Gesche Ahlgrimm. Ihre Erfahrung und ihr Organisationstalent trugen, auch unter den besonderen Bedingungen, wesentlich zum Gelingen der Feierlichkeiten bei. Ein Schulchor begleitete die Verabschiedung musikalisch und bot Einblicke in die Arbeit der Musik-AG trotz pandemiebedingter Einschränkungen.
Viele Herausforderungen
Fred Baltrusch betonte in seiner Laudatio die großen Herausforderungen, unter denen die Schüler im vergangenen Jahr gelernt hatten. „Der stetige, oft unerwartete Wechsel von Szenario A, B oder C stellte alle an der Bildung beteiligten vor große Herausforderungen“, betonte  Baltrusch rückblickend. Nicht nur die Schüler mussten sich mit neuen, digitalen Lehrangeboten zurechtfinden, auch die Lehrerinnen und Lehrer standen vor bisher ungekannten Problemen. „Wie kann ich meine Schüler bei schlechter Internetverbindung erreichen?“, fragten sich die Lehrer und waren bestrebt, „keinen der Schüler im Homeoffice zu verlieren“.
Baltrusch ging auch auf die Probleme ein, die das Fehlen gemeinsamen Lernens auf die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Leute hat. Darüber hinaus zollte er den Lehrern und Schülern Respekt für ihre Leistung in dieser Zeit. Besonders bezüglich der Vorbereitung zur Abschlussprüfung.
„Dieser Tag hat eine große Bedeutung“, sagte Samtgemeindebürgermeister Reinhard Kock in seiner traditionellen Rede zum Schulende. „Habt Mut und traut Euch“, bekräftigte er und forderte die jungen Menschen auf, „sich neue Ziele zu setzen“. Denn auch in dieser Zeit sei lebenslanges Lernen angesagt. „Niemand weiß, was in ihm drinsteckt, solange er nicht versucht hat, es herauszuholen.“ Mit diesem Zitat von Ernest Hemingway verabschiedete sich Reinhard Kock und bemerkte, das auch er letztmalig als Samtgemeindebürgermeister an der KGS aufgetreten sei, da er nicht erneut für das Amt kandidiere.
Zeugnisausgabe
Schließlich nutzten die Schülersprechrinnen die Gelegenheit, auf einige besondere Ereignisse zurückzublicken und dem Lehrkörper für seine Geduld mit den oft ungestümen Schülern zu danken. Eine besondere Würdigung erfuhr Hevda Manla-Mohamad. Vor sechs Jahren als Flüchtlingskind in der Grundschule Hambergen angefangen, gelang dem Mädchen mit dem erweiterten Sekundarabschluss eins jetzt die Zulassung zum Wechsel von der Hauptschule zum Gymnasium. „Das schafften in den vergangenen 20 Jahren erst zwei Schüler in Hambergen“, freute sich Baltrusch für die Schülerin, die neben dem Aneignen von Fachwissen auch Sprachprobleme erfolgreich bewältigt hat. Doppelten Grund zum Feiern hatte auch Emma Vescovi. Neben dem ersehnten Ende der Schulzeit beging die Lübberstedterin ihren 16. Geburtstag. Die Weichen für ihre berufliche Zukunft sind noch nicht gestellt. „Ich möchte im Büro arbeiten“, ist sich Emma sicher und sucht eine Ausbildungsstelle in der Nähe ihres Wohnortes. Mit Krone und Schärpe machte die Absolventin auf ihr Jubelfest aufmerksam und freute sich auf eine anschließende Feier mit ihrer Familie und einigen Freunden.
Die Zeugnisausgabe übernahmen die Klassenlehrerinnen im Schulgebäude und dort endete dann die „Entlassung ins Leben“-  ohne große Feier und den beleibten Schulball.

Zur Sache
Sie haben ihren Abschluss:
Erweiterter Sekundarabschluss I: Jörn Heiko Angerer, Denise Bargmann, Leana-Jolien Bauch, Johanna Becker, Jeremy Berthold, Malte Börsmann, Marten Brauns, Luca Büttelmann, Ayla Dalkiran, Luca Ebken, Mirco Engelke, Torge Fresemann, Ayleen Gäckle, Hanna Götze, Evelin Groo, Aline Hunt, Jule, Janßen, Lina Kalweit, Kevin Koback, Jonas Kühne, Yara Möllmann, Visni Niransuthan, Luis Noe, Joshua Pilczewski, Jakob Sebastian Reiter, Tjorven Malin Rohlfing, Max Schnackenberg, Jupp Schönau, Mieke Schwitalla, Eske Schwoge, Lea Seeger, Cassidy Jean Seiffert, Luis Siems, Jannik Lucien Stahlberg, Leony Stelljes, Lena Marie Stelljes, David Thomfohrde, Carolin Traupe, Fiona Wendelken, Bianca Wittorf, Finn Wohltmann
Realschulabschluss: Emely Paula Ahlers, Kenneth Becker, Fabienne Beitlich, Julian Blanken, Luca Blanken, Tom Blanken, Jannik Breden, Lara Brunkhorst, Benedikt Dudurga, Lennart Engel, Tim Gutsche, Lea Heidtmann, Marlon Connor Heimhardt, Sebastian Hejosch, Jan Kevin Hinken, Emily Hoffmann, Paul Horack, Laura Sophie Horwege, Bjarne Hüllen, Jolina Johannesen, Jasper Jung, Anna Kludaß, Leon Knönagel, Natalie Ella Krol, Oliwia Laszczynska, Katja Malek, Lara Marie Monsees, Hella Müller, Kevin Otten, Oliver Ramm, Marwin Sören Rother, Silas Schreiber, Anthony Stave, Lucie Stein, Tom Robert Stenzel, Kaya Tadtke, Maximilian Tiede, Emma Vescovi, Bendix Voß, Noel Wandtke
Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss: Melvin Behnke, Emelie Bertram, Leon Bieniek, Calvin Klie, Emely Kühl, Benedikt Malcher, Lilly Mühlner, Julia Perschau, Marcel Poppe
Hauptschulabschluss: Teba Amar Ahmad, Tjar Bannach, Anna-Marie Brodtmann, Tim Czybulka, Justin Haase, Leandro Haibach, Jonas Harries, Demajl Jahja, Thomas Kühne, Paul-Justus Lauterbach, Eric Mehrtens, Timm Meyer, Farat Misto, Kevin Semisch, Leevke Sophie Thomas
Förderschulabschluss Lernen: Kassandra Ahmetaj, Tefik Berisha, Jan Luca Gerken, Dominik Köhler, Marvin Tietjen, Chantal Zwick
Quelle: https://www.weser-kurier.de/landkreis-osterholz/abschlussfeier-schueler-der-kgs-hambergen-stellen-weichen-fuers-leben-doc7gj80swivg91gbhtx9c2 (vom 08.07.2021)

Endlich wieder in angemessenem Rahmen

Feierliche Verabschiedung

Zwar noch in drei Gruppen geteilt, aber endlich wieder in feierlichem Rahmen und mit musikalischer Untermalung, fand die Verabschiedung der Jahrgänge 9 und 10 statt.
Aus dem 10. Jahrgang schafften 41 Schüler*innen des Realschulbereichs den Erweiterten Sekundarabschluss I, 40 den Sekundarabschluss I Realschule und 9 den Sekundarabschluss I Hauptschule. Aus dem 9. Jahrgang erwarben 15 Schüler*innen den Hauptschulabschluss und 6 den Abschluss Förderschule Lernen. Allen Absolventinnen und Absolventen einen herzlichen Glückwunsch und alles Gute für den weiteren schulischen und Lebensweg. Die 33 Schüler*innen des Gymnasialzweigs stehen kurz vor der Versetzung in die Einführungsphase der Gymnasialen Oberstufe und erhalten ihre Zeugnisse am letzten Schultag.
Ein großes Dankeschön geht an den Projektchor aus dem 10. Jahrgang für den passenden musikalischen Rahmen und an Herrn Samtgemeindebürgermeister Kock, Herrn Baltrusch sowie die Vertreter*innen der Schüler*innenschaft für ihre unterhaltsamen wie ernsthaften Redebeiträge.

Schulabschluss an der IGS

„Sie sind die Gewinner der Pandemie“

Die Sommerferien sind zum Greifen nah: Für 71 Schüler an der IGS Osterholz-Scharmbeck bedeutet dies, dass sie ihre Schulzeit hinter sich haben. Sie feierten nun ihr bestandenes Abitur.

Osterholz-Scharmbeck. Endlich durften sie mal wieder gemeinsam singen und musizieren. Mit ihrer Lehrerin Gesche Ahlgrim genossen die Schülerinnen und Schüler des Musik-Leistungskurses aus dem 12. und 13. Jahrgang ihren Auftritt vor Publikum anlässlich der Abiturfeier der Integrierten Gesamtschule (IGS) Osterholz-Scharmbeck in der Sporthalle. Zu den von ihnen präsentierten Songs zählte – passend zum neuen Lebensabschnitt der Abiturienten – der Song „This is the Life“ von Amy Mcdonald.

Es war die 15. gemeinsame Abiturfeier mit 41 Absolventen der Integrierten Gesamtschule (IGS) Osterholz-Scharmbeck, 28 Schulabgängern der Kooperativen Gesamtschule (KGS) mit Gymnasialzweig Hambergen sowie je einem Abiturienten der Waldschule Hagen-Beverstedt und der Haupt- und Realschule Ritterhude. Die alte Turnhalle auf dem IGS-Gelände bot den zahlreichen Gästen der Abi-Feier ausreichend Platz für coronakonforme Abstände.

Eine 2,48 im Durchschnitt
In schicken Sommerkleidern mit hohen Absätzen kamen die Abiturientinnen zur Feierstunde. Die jungen Männer würdigten ebenfalls den Festakt in überwiegend dunklen Anzügen und mit Krawatten. Für die neue Schulleiterin Margarete Kloppenborg, die im Oktober 2020 zur IGS kam, war es die erste Abiturfeier an dieser Schule. Sie beglückwünschte die erfolgreichen Schulabgänger zu ihrer bestandenen „Reifeprüfung“. Die Durchschnittsnote betrage trotz veränderter Rahmenbedingungen in diesem Jahr 2,48 erfuhren die Gäste der Abi-Feier.

Bürgermeister Torsten Rohde lobte die Abiturienten für ihre ausgesprochen guten Leistungen unter besonderen Bedingungen: „Sie sind die Gewinner der Pandemie und haben sich ein gutes Fundament für den Lebensweg erarbeitet“, so Rohde. Im Gedankenaustausch zwischen dem Hamberger Gymnasialzweigleiter Albrecht Meyer und der IGS-Oberstufenleiterin Anja Printz zum Abi 2021 hieß es: „Die mündlichen Prüfungen gehen in die Geschichte der IGS ein“. Beide betonten ihre Hochachtung für Leistung und Disziplin der jungen Leute in schwierigen Pandemiezeiten. „Ein Wahnsinnsjahr hat uns näher zusammen gebracht“, so die Hamberger KGS-Lehrerin Catrin Wiechert. Sie erinnerte an die Abi-Prüfungen in der Turnhalle unter veränderten Corona-Bedingungen. „Ihr habt vieles auf die Beine gestellt, füreinander und für andere“, resümierte auch die IGS-Lehrerin Tanja König. „Wir wollen diesen Tag ganz besonders feiern“, wünschten sich die Redner der Abiturienten: Hannah Pöhlmann und Lukas Wuttke. „Lasst uns darauf achten, dass wir weiter wachsen“, appellierte Wuttke an seine Schulkameraden und -kameradinnen. Dank richteten beide auch das Wort an das Kollegium der Schulen.

Zur Sache
Abiturienten und Fachabiturienten an der IGS:
Lisa Barkowski, Alica Marie Blanken, Stina Blanken, Eske Boschen, Julia Emily Briese, Jan Martin Brinkmann, Fabienne Danielle Brodtmann, Lea Brunner, Cornelius Bruns, Jona Sophie Büntemeyer, René Daniel, Josefine-Charlotte Ehlers, Dario Ehrichs, Janna Fehling, Ron Gieschen, Sophie Gieschen, Jenny Glinka, Denise Göttsche, Anna Marie Haase, Amelie Hammer, Marit Heinemann, Luise Hennings, Lea Marie Hilgendorff, Rieke Holle, Joline Michelle Hölljes, Carola Hubl, Julia Sophie Hubl, Björn Husmann, Ronja Imhülse, Samantha Jasinski, Lisa Kahnwald, Jens Klemm, Marie Celine Koch, Aileen Kock, Jette Krohn, Alina Kulik, Lia Lackner, Noel Lau, Jil Liebschner, Mirco Marggraff, Tian Marx, Denise Mester, Urs-Felix Meyer, Luise Molis, Clara Molis, Theodor Mutz, Lucas Patrick Neubert, Jana Oldag, Johanna Otto, Leonie Petersen, Jonah Gabriel Pflüger, Hanna Pöhlmann, Finn Puckhaber, Ben Reese, Felix Reschka, Jona Joshua Riemer, Gilmar Schnaars, Isabella Maria Schomborg, Niklas Schumacher, Mathis Schumann, Pauline Schütte, Moritz Stelljes, Emma Lea Uhlig, Emilia vom Berg, Jarrit Nico Weigel, Vivien Wetstein, Jessica Grace Wright, Lukas Wulff, Lukas Wuttke, Darwin Zebandt, Jan-Felix Zimmermann.

 

Quelle: https://www.weser-kurier.de/landkreis-osterholz/gemeinde-osterholz-scharmbeck/abifeier-in-buschhausen-71-abiturienten-bestehen-reifepruefung-doc7ghenralr611n182wnvs (vom 06.07.2021).

Sich bewegen und die Welt verbessern:

Gesamtschule am Wällenberg nimmt an der 1. Deutschen Meisterschaft im Sponsorenlauf teil

n den letzten beiden Wochen vor den Sommerferien heißt es für die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule am Wällenberg: Laufen für den guten Zweck! Denn für jeden gelaufenen Kilometer spenden Papa, Oma oder sonstige Sponsoren für arme Kinder in Indien, die unter der Pandemie ganz besonders leiden. Ein ganz normaler Sponsorenlauf also? Nicht ganz, denn über die neu entwickelte App „Held für die Welt“ wird der Lauf vollkommen digital ausgewertet und mit anderen Sponsorenläufen in ganz Deutschland verglichen. So geht es neben dem Spaß an der Bewegung und der guten Tat auch um den Ruhm, den ein wahrer Held für die Welt natürlich auch verdient.

„Nach dieser langen und leider oft auch unsicheren Zeit wollten wir unseren Schülerinnen und Schülern etwas zurückgeben“, erläutert Gitta Brede, Schulleiterin der Gesamtschule am Wällenberg in Hambergen. „Bewegung an der frischen Luft ist gesund, macht Spaß und zudem ist die App auch noch enorm motivierend. Wir sind uns sicher, dass unsere Schülerinnen und Schüler fleißig laufen und unserer Schule vielleicht sogar Medaillenchancen einbringen.“

Bewertet werden die Sponsorenläufe bei Deutschlands erster Meisterschaft nach Gesamtstrecke, relativer Teilnehmerzahl und Spendenaufkommen. Dabei ist die App so programmiert, dass sie die zurückgelegte Strecke misst, die Spendengelder errechnet und sogar ein sicheres Bezahlsystem anbietet.

„Das Thema Datenschutz ist bei einer solchen Sache natürlich immens wichtig“, so Gitta Brede. „Wir haben da als Schule sehr genau hingeschaut und uns überzeugt, dass beispielsweise keine Bankdaten erhoben werden. Jeder Sponsor erhält einfach einen Barcode für seine Spende, den er einfach an vielen Supermarktkassen begleichen kann.“

Dass das Geld 2021 nach Indien fließt, begrüßt die Schulleitung ganz besonders. „Uns ist es wichtig, den Schülerinnen und Schülern das Gefühl zu vermitteln, dass sie den Unwägbarkeiten der heutigen Zeit nicht ausgeliefert sind, sondern aktiv etwas bewegen können. Corona betrifft die gesamte Menschheit und doch nicht alle Menschen in gleicher Weise. Wer vorher bereits unter Ausbeutung, Hunger und Armut litt, leidet jetzt besonders. Hier wollen wir den Blick junger Menschen öffnen und ihnen zeigen, wie privilegiert wir leben und welche Verantwortung daraus erwächst.“

Jetzt wartet die gesamte Schule auf den offiziellen Startschuss. Erst dann kann die App vollumfänglich genutzt werden. Initiator der Meisterschaft ist die IndienHilfe Deutschland e.V. aus dem niedersächsischen Osnabrück. Der Verein unterhält seit vielen Jahren Bildungs- und Ernährungsprojekte in Indien und wurde mit dem Spendensiegel des Deutschen Spendenrats ausgezeichnet.

„Für uns ein sicherer Beleg, dass das Geld auch ankommt und effizient genutzt wird“, so Gitta Brede. „Im kommenden Jahr können Schulen übrigens auch eigene Projekte zur Entwicklungshilfe vorschlagen. Vielleicht gehen wir ja auch 2022 wieder an den Start.“

Bis dahin drückt sie allen Schülerinnen und Schülern die Daumen für einen erfolgreichen Lauf und eine ruhmreiche Siegerehrung im September. Alle Informationen gibt’s auch ich Netz unter www.heldfuerdiewelt.de.

Klasse 5.3. der KGS Hambergen gewinnt mit ihrer Ausstellung „Leben in der Jungsteinzeit in Hambergen und umzu“ beim Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung

Die Nachricht kam überraschend und um so erfreuter waren die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler. Erst nach den Herbstferien hatte sich die Klasse 5.3. spontan dafür entschieden, am größten Schülerwettbewerb Deutschlands teilzunehmen. Ziel war es als teilnehmende Klasse den Schülerkalender der BpB für das nächste Schuljahr zu bekommen. Dass man auch einen Hauptpreis gewinnen könnte, hatten die Schülerinnen und Schüler nicht wirklich gedacht. Im Rahmen des Geschichtsunterrichts befasste man sich gerade mit der Jungsteinzeit und konnte dies in der Wettbewerbskategorie „Wie wohnten die Menschen früher“ verbinden. Also meldete Klassenlehrer Martin Bertke die Klasse 5.3. beim Wettbewerb an. Und die Schülerinnen und Schüler legten los: Sie bauten Modelle von Steinzeithäusern, recherchierten für Plakate, suchten Steine für ein Hünengrab-Modell und bauten ein ganzes Steinzeitdorf aus Lego. Und kurz vorm „Lockdown“ vor den Weihnachtsferien konnten die letzten Exponate für die Ausstellung fertiggestellt werden. Unter den vielen Einsendungen der über 60.000 Schülerinnen und Schüler, die jährlich an dem Wettbewerb teilnehmen, wählte die Jury der BpB die Ausstellung als eine der wenigen Beiträge aus, die einen Geldpreis von 250,-€ erhalten. Und ab sofort will die Klasse jetzt jedes Jahr teilnehmen und bis zu ihrem Abschluss in fünf Jahren einmal den Hauptpreis gewinnen – eine einwöchige Klassenfahrt nach Berlin, Leipzig oder München.


Die Ausstellung im Flur des 1. Obergeschosses.
„Wir haben ein Jungsteinzeitdorf nachgebaut, wie es vor 5000 Jahren in Hambergen ausgesehen haben könnte!“ (Lasse Behrens)

Johanna, Tara, Jasmin und Selima mit dem Plakat zum Häuserbau und einem Modell.
„Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, mit meinen Freundinnen das Haus zu bauen…“ (Johanna Dürkopp)

Firat und Jason mit ihrem Legomodell
„Wir haben das Lego-Steinzeitdorf gebaut. Da ist alles bei: ein Haus, ein Steingrab, ein See, ein Wald mit Wölfen…“ (Jason Haase) „Ich habe realisiert, dass wir Talent haben.“ (Firat Kocaaga)

Maurice, Islam und Linus mit dem Plakat zu Ihrem Steingrabmodell
„Das hat alles sehr viel Spaß gemacht. Der Preis ist mir eigentlich egal“ (Islam Zian)

Julaine, Marie, Maggie, Momo und Lina mit Ihren Modellen zum Häuserbau
„Die Zusammenarbeit hat mir gefallen. Und dass wir an den Computer durften, um nach Fotos zu suchen.“ (Momo Habet)
„Es war sooo lustig, weil alles so schnell auseinander gefallen ist. Es sind viele Heißklebestifte gestorben.“ (Marie Heckelen)

„Feuerexperte“ Joris mit dem Zunderpilz

Kreativität trotzt Corona-Viren

Auch in Zeiten von Corona und Distanzlernen ist es möglich und nötig, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen – und dabei etwas zu lernen. Das beweisen die Schüler*innen der Klasse 8.3, die sich mit verschiedenen kreativen Aufgaben konfrontiert sahen und dabei herausragende Ergebnisse erzielen konnten.

Nachdem die 8.3 sich einige Wochen intensiv mit Designtheorie beschäftigt hatte, stand zur „Aufwärmung“ für das anstehende Großprojekt folgende Übung auf dem Stundenplan:

„Der ’10 Minuten Stuhl’“. Benötigtes Material:
1 Postkarte
2 Gummiringe
2 Kunststoff Trinkhalme
2 Büroklammern
2 Musterbeutelklammern
Notwendiges Werkzeug: Schere
Vorgaben: Beinanzahl beliebig, Rückenlehne und Sitzfläche sollte vorhanden sein.

Schaffen Sie es auch, innerhalb von 10 Minuten einen Stuhl zu konzipieren? Probieren Sie es aus!

Aktion des Kreisschülerrats

Lichter gegen das Vergessen

Christa Neckermann und Lars Fischer
Mit einer virtuellen Lichterkette möchte der Osterholzer Kreisschülerrat an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 erinnern und damit auch an die Schrecken der Geschichte.

Osterholz-Scharmbeck. „Hier, versuch‘ es noch einmal!“ Gustav Grünthal, Vorsitzender des Osterholzer Kreisschülerrates, hält seinem Schulkameraden Jerik Dikkerboom jetzt schon zum dritten Mal seine Kerze entgegen. Tückische Windstöße am Platz der jüdischen Synagoge haben das geplante Foto mit brennender Kerze mehrfach sabotiert. Aber die beiden Schülervertreter geben nicht auf. Nicht beim Entzünden ihrer Kerzen – und auch nicht bei der Aufgabe, an die Schrecken der Geschichte zu erinnern.

Gustav Grünthal und Jerik Dickerboom (rechts) haben am Osterholzer Denkmal für die Synagoge  Kerzen entzündet, um die Schrecken der Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. (CARMEN JASPERSEN)
Gustav Grünthal und Jerik Dikkerboom (rechts) haben am Osterholzer Denkmal für die Synagoge  Kerzen entzündet, um die Schrecken der Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. (CARMEN JASPERSEN)

„Die Kreisgruppe der Jusos und der SPD Osterholz-Scharmbeck hat in den vergangenen Jahren regelmäßig am 9. November mit einer Lichterkette an die Geschehnisse und Folgen der Novemberprogrome erinnert“, erklärt Gustav Grünthal. Da diese Aktion 2020 aus bekannten Gründen nicht stattfinden konnte, legte der Kreisschülerrat eine eigene Idee vor: „Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 76. Mal“, erläutert Gustav Grünthal. „Ich habe dem Kreisschülerrat daher vorgeschlagen, auf dieses Ereignis durch eine virtuelle Lichterkette aufmerksam zu machen. Ich freue mich sehr darüber, dass die Mitglieder des Kreisschülerrates meinen Vorschlag so einstimmig aufgenommen haben!“

Sven Evering von der IGS OHZ (Kreisschülerrat)
Jill Soukup von den BBS OHZ (Kreisschülerrat)

Gerade dieser Teil der Erinnerungskultur dürfe nicht unter den Tisch fallen, waren sich die Schülervertreter einig. „Denjenigen, die die Stimmung anheizen und sagen, dass Geschichtsunterricht über das Dritte Reich und den Nationalsozialismus nun endlich mal ein Ende haben müsse oder gar langweilig sei, möchten wir klarmachen, dass Antisemitismus, Hetze und Rassismus nicht nur weiterhin Thema sind, sondern sogar noch zunehmen“, betont Grünthal. „Das ist kein Problem der Vergangenheit, sondern der Gegenwart.“ Den Schülervertretern sei wichtig, hier Position zu beziehen, macht auch Jerik Dikkerboom klar. „Wir wollen uns denjenigen entgegenstellen, die heute eine ähnliche Stimmung wie im Dritten Reich anheizen und ihnen sagen: Ihr seid nicht die Mehrheit!“
Es sei aber nicht genug, nur an die Schrecken der Vergangenheit zu erinnern und dafür Kerzen zu entzünden, es müssten auch Taten folgen, meinen die jungen Leute. Es sei die Aufgabe des Einzelnen, die Welt humaner zu gestalten. „Das Gedankengut dieser Leute darf nicht geduldet werden“, sagt der Vorsitzende des Kreisschülerrates und zitiert Willy Brandt: „Wer Unrecht duldet, stärkt es“.

Als Gustav Grünthal nun die Bilder aus den Schulen des Landkreises bekam, freute er sich besonders, dass sich so viele Schülerinnen und Schüler an der von ihm initiierten Aktion beteiligt hatten. „Das ist ein Zeichen von Gemeinschaft, das ich nicht erwartet hatte!“ Von den Berufsbildenden Schulen macht zum Beispiel Jill Soukup bei der virtuellen Lichterkette mit, Elena Bülter und Shawna Daniel vertreten die Kooperative Gesamtschule Hambergen, Jerik Dikkerboom, Sven Evering, Masha Groth, Gustav Grünthal, Hanna Pöhlmann und Marine Witte halten das Licht für die Integrierte Gesamtschule Osterholz hoch. An der Haupt- und Realschule Ritterhude hat Naveen Ali eine Kerze entzündet, im Lernhaus im Campus haben sich 16 Schülerinnen und Schüler an der Aktion beteiligt. Am Gymnasium Osterholz-Scharmbeck setzten Kimberley Breden, Bianca Brödys, Malte Cassens, Julius Messerschmidt, Finni Müller, Jana Porsch und Laurenz Taggruber ein Zeichen, und das Gymnasium Lilienthal ist mit elf Teilnehmerinnen und Teilnehmern vertreten.
Die Schülervertreter wünschen sich zudem, dass ihre Aktion wider das Vergessen nicht nach nur einem Tag verpufft. Sie denken daher darüber nach, die Fotos der Lichterkette der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es müsse allerdings noch geklärt werden, ob das über die Webseiten der jeweiligen Schulen geschehen könne, über die Seite des Landkreises, die ja den Kreisschülerrat „beherbergt“, oder ob es eine andere Lösung gebe, erläutert Gustav Grünthal.
„In Osterholz-Scharmbeck existiert ohne Frage rechtes Gedankengut, und daher findet es der Kreisschülerrat umso wichtiger, dass man sich erinnert. Das gehört zur Humanität des menschlichen Handelns dazu“, sagt der Vorsitzende des Kreisschülerrates. Bedauerlich finden es die jungen Leute allerdings, dass von offizieller Seite, also von seiten der Stadt oder des Landkreises, anlässlich dieses Gedenktages keine klare Position bezogen worden sei.

Online-Ausstellungen

Mascha Groth von der IGS OHZ (Kreisschülerrat)
Shawna Daniel von der KGS Hambergen (Kreisschülerrat)
Elena Bülter von der KGS Hambergen (Kreisschülerrat)

Seit dem letzten Schuljahr ist der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz 1945 fest in das Schulprogramm der Integrierten Gesamtschule (IGS) Osterholz installiert. „Der Auschwitz-Überlebende Elie Wiesel hat in einem Interview einmal gesagt, ‚Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer‘. So ist es für uns als Bildungseinrichtung wichtig, dass Schülerinnen und Schüler sich mit der deutschen und der europäischen Geschichte aktiv auseinandersetzen und verstehen, dass ein Leben in Frieden und

Freiheit keine Selbstverständlichkeit ist“, macht Geschichtslehrerin Tanja König deutlich. Es zeige sich, dass Rassismus, Antisemitismus und Extremismus nicht 1945 endeten, sondern zunehmend an Aktualität gewinnen. Da eine Präsenzveranstaltung an der IGS coronabedingt derzeit ja nicht möglich ist, wird eine Auswahl der Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit diesem Thema in Form von Poetry Slams, Musik, Kurzgeschichten, Reden, Kurzfilmen, szenischen Interpretationen und Briefen auf der Homepage der IGS Osterholz-Scharmbeck unter der Adresse https://igs-ohz.de/ präsentiert.
Um

das Thema „Erinnern und Gedenken“ auch unter den derzeitigen Einschränkungen öffentlich und bewusst zu machen, gestaltete die Gemeinde Ritterhude statt einer Ausstellung in der unteren Rathaushalle eine digitale Leinwand, auf der die Exponate und Berichte der örtlichen Schulen ausgestellt sind. „In Ritterhude erinnern wir uns, um zu verstehen – um zu sehen – um zu handeln, dass die Geschichte von damals sich in keiner Form wiederholen darf“, hob Bürgermeisterin Susanne Geils in ihrem Grußwort hervor. Noch bis zum 30. Januar erhalten Interessierte Zugang zu der Ausstellung auf der Homepage der Gemeinde Ritterhude unter dem Punkt Leben – Aktuelle Meldungen: „Warum wir uns erinnern! Erinnerungskultur wird in Ritterhude partizipativ und digital erlebbar“.

Coronakonformes Gedenken auch am Gymnasium Lilienthal. (Kreisschülerrat)

Temporärer Gedenkort in Worpswede

Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz jährt sich an diesem Mittwoch, 27. Januar, zum 76. Mal, seit 2005 ist dies der internationale Gedenkentag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Worpsweder Initiative „Nie wieder – Erinnern für die Zukunft – Gemeinsam gegen Rechts“ will auch an diesem Tag auf dem Rosa-Abraham-Platz an das Geschehen erinnern und der Opfer gedenken. Von dem ur

sprünglichen Plan einer Kundgebung mit Redebeiträgen haben die Organisatoren coronabedingt Abstand genommen. Aber es soll ein stilles Gedenken geben in Form von Kerzen, Blumen und Transparenten. Damit sich nicht zu viele Leute gleichzeitig auf dem Platz treffen, werden die Teilnehmer ab 17 Uhr nach und nach ihre Beiträge aufstellen, sodass gegen 19 Uhr der temporäre Gedenkort fertiggestellt sein soll. Bürger können sich daran beteiligen und ebenfalls Kerzen oder Blumen niederlegen. Die geplanten Beiträge sind unter http://erinnern-worpswede.de abzurufen. Dort findet sich auch ein Spendenaufruf für Amcha, eine nicht-staatlichen Organisation in Israel, die den Überlebenden der Shoah sowie deren nachfolgenden Generationen unter anderem bei der Bewältigung ihrer Traumata zur Seite steht.
Der Tag selbst steht unter dem Motto „Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen“ – ein Zitat des italienischen Auschwitz-Überlebenden Primo Levi. Das Gedenken richtet sich vor allem an die sechs Millionen ermordeten europäischen Juden, aber auch an die drei Millionen sowjetischen Rotarmisten, die als Kriegsgefangene starben; an 250.000 ermordete Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Opfer der Euthanasieprogramme, sogenannte „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“, wegen ihrer Homosexualität Verfolgte sowie die im politischen und alltäglichen Widerstand Getöteten. „Dieser Gedenktag ist ein Tag, an dem an die Verbrechen der Nationalsozialisten erinnert und aufgeklärt werden soll“, macht die Worpsweder Initiative deutlich. „Und es ist ein Tag, an dem wir auf den zunehmenden Antisemitismus, Rassismus und menschenverachtenden Rechtsextremismus aufmerksam machen wollen, auf die dynamisierende Funktion des Internets beim Schüren von Hass und Gewalt und antisemitischen Verschwörungsspinnereien.“

Quelle: https://www.weser-kurier.de/region/osterholzer-kreisblatt_artikel,-lichter-gegen-das-vergessen-_arid,1955958.html (erschienen am 27.01.2021)

Briefe gegen die Einsamkeit

Zehntklässler schreiben Heimbewohnern, um ihnen eine Freude zu bereiten.



(Quelle: Osterholzer Kreisblatt vom 16.12.2020)