17 Jahre Entkusseln – ein Kampf gegen Windmühlen?

Das geht einem schon manchmal durch den Kopf, wenn man alljährlich auszieht,
um Birken und Kiefern mit unseren SchülerInnen auszureißen…

Denn wenn man einmal das gesamte Heilsmoor entkusselt hat und an einem Ende fertig ist, kann man am anderen wieder anfangen.
Das Heilsmoor leidet an Wasserarmut, hervorgerufen durch viele Abflussgräben, die in den vergangenen Jahrhunderten gezogen wurden, um Weide- und Ackerland zu gewinnen.
Hauptverursacher sind der Lauwiesengraben und seine Zuflüsse.
Solange dieses Problem nicht gelöst war, kämpften wir wirklich „gegen Windmühlen“ und konnten bestenfalls einen Status Quo erreichen – die weitere Verwaldung des Gebietes aufzuhalten.
Im März 2019 ein entscheidender Schritt: Das Naturschutzamt des Landkreises Osterholz hatte genug finanzielle Mittel zur Verfügung. Eine Firma wurde beauftragt,
entlang des Lauwiesengrabens acht Spundwände zu errichten und damit den Wasserabfluss Stück für Stück auf mehreren Stufen zu bremsen ( siehe Fotos).
Und die zuständigen Mitarbeiter überlegen bereits, wie man den Wasserabfluss weiter reduzieren kann…

Mit den acht Spundwänden ist das Problem noch nicht gelöst, aber ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung getan. In einigen Bereichen ist jetzt – einige Monate nach der Baumaßnahme – tatsächlich ein leicht erhöhter Wasserspiegel festzustellen.

Mit diesem Hintergrundwissen war in diesem Jahr natürlich eine gewaltige Motivation da,
unsere Entkusselungsaktion wieder zu starten: Ab jetzt geht es dem Heilsmoor tatsächlich besser; der Prozess der Entwässerung ist endgültig gestoppt und umgekehrt!

„Auf ein Neues!“ hieß es am 22. und 23. Januar 2020 – als wir wieder in bewährter Form mit allen siebten Klassen auszogen, um unerwünschte Birken und Kiefern im Heilsmoor
zu entfernen. Im letzten Jahr waren wir dem Hilferuf von NABU und Landkreis gefolgt und haben große Teile des Springmoores bereinigt (Luftlinie ca. 2km, Randbereich des Heilsmoores).
Nun endlich wieder in unserem eigentlichen Patenschaftsrevier – dem Kernbereich des Heilsmoores: Hier waren genug Bereiche, die einen bedrohlichen Aufwuchs mit den leidigen Bäumchen zeigten. Alle Hände voll zu tun also.
Alle KlassenlehrerInnen waren das erste Mal dabei und haben sich wacker geschlagen.
Sie hatten insgesamt 23 erwachsene Begleiter an ihrer Seite, die meisten davon NABU-Mitglieder und „alte Hasen“, was das Entkusseln angeht. Rekord in diesem Jahr:
Die BIOS Osterholz-Scharmbeck hat 8 Mitarbeiter und Freunde mobilisiert, die uns Lehrer unterstützt und die SchülerInnen fachkundig angeleitet haben.
Die Klassen 7.1 und 7.3 starteten vom Reitplatz aus – ihr Revier lag an der Südseite des Heilsmoores und war von dort aus am besten zu erreichen. Ihr Bereich war dicht mit Kiefern übersäht – das hat unsere SchülerInnen aber nicht abgeschreckt, sondern eher noch angespornt.

Die 7.2, 7.4 und 7.5 trafen sich am Wasserwerk Wallhöfen. Sie zogen in die große
Ebene im zentralen Teil des Moores. Hier gab es alles, was das Entkusseln zum Abenteuer macht:
Viele Birken und Kiefern – verteilt auf eine riesige Fäche. Das heißt: Fast jeder Baum musste über weite Strecken transportiert werden.
Und dann noch eine Überraschung: Hier konnten die Bäume nicht am Rand gestapelt werden, sondern mussten noch ein Stück weiter gezogen und dann im Wald abgelagert werden. Also ein „Wandererlebnis“ der besonderen Art.
Damit nicht genug!
Große Grasbulten und tiefe Wasserlöcher machten das Gehen zu einem besonderen Erlebnis – sicher dreimal so schwer wie auf einer normalen Wiese.
Und wer dabei nicht aufgepasst hat, der bekam mit vollgelaufenen Stiefeln gleich die Quittung dafür. Aber das geschah glücklicherweise nur selten…

An dieser Stelle seien die Eltern erwähnt, die unsere SchülerInnen mit Punsch, Kakao und manchmal einem ganz leckeren Frühstück vor Ort verwöhnt, gestärkt und motiviert haben.
Ein großes DANKESCHÖN dafür!

Zusammenfassend sei gesagt:
Jede Klasse hat ca. 2 ha Moorfläche von Kiefern und Birken bereinigt. Das heißt, unser diesjähriger 7. Jahrgang hat zusammen für ca. 10 ha Moorfläche das Überleben für mehrere Jahre gesichert. Eine tolle Leistung!

Nach getaner Arbeit gab es dann noch für alle, die dabei waren, ein gemeinsames Frühstück – am 28.01.2020 in unserer Mensa. Daran beteiligten sich – wie schon in den vergangenen Jahren – unser Samtgemeindebürgermeister Hr. Kock, unser Förderverein
und unser treuer Lieferant für Milchprodukte – Milchhof Kück.
Auch hier unser Dank an die Sponsoren! Unsere SchülerInnen haben (wieder einmal)
gemerkt, welche Wertschätzung ihre Arbeit in der Öffentlichkeit erfährt:

Aktiver Naturschutz ist dringend notwendig – das ist bei allen angekommen!

Thomas Köhring

Huuuhuuu! – Who are you?

Clowntheater Zopp & Co besucht die Gesamtschule am Wällenberg

Kurz vor Ende des ersten Schulhalbjahres erwartete die Mädchen und Jungen des fünften und sechsten Jahrgangs eine unterhaltsame Abwechslung vom Schulalltag. Das Clownduo Zopp & Co (www.zoppundco.de/) führte das zweisprachige Theaterstück „God Save the Queen“ auf.
In dieser Geschichte treten zwei Clowns gegeneinander an, um einen Auftritt vor der Queen von England zu ergattern. Herr Zopp spricht Deutsch und sein Konkurrent Mr. Arto Mister spricht Englisch. In der Folge entstehen auf der Bühne viele Missverständnisse, die die Hamberger Schüler zum Lachen brachten. Zum Glück gibt es die „brainwashmaschine“, durch deren geheimnisvoller Kraft Herr Zopp plötzlich Englisch versteht und auch aktiv sprechen kann. Beide Clowns zeigen ihre besten Jonglierkünste auf der Bühne und überzeugen die Jury. Kurzerhand dürfen Herr Zopp und Mr. Arto Mister gemeinsam nach England reisen und vor der Queen auftreten.
Mit ihrem Sprachwitz rund um Missverständnisse in der fremdsprachigen Kommunikation, Slapsticks und mitreißender Artistik begeisterten Christof Heiner und der Engländer David Spence die jungen Gesamtschüler. „Die beiden waren echt richtig lustig. Das hat Spaß gemacht.“ fasst ein Fünftklässler den Vormittag zusammen.

Spanisches Theater für den 6. Jahrgang

Die kolumbianisch-spanische Theatergruppe Guagua de cuentos (wörtlich übersetzt: ein Bus mit Geschichten) war am 24. Januar erneut zu Gast an der KGS Hambergen. Sie boten ein Mitmachtheater, dass dieses Jahr maßgeblich, aber nicht nur, unter dem 200 jährigen Jubiläum der Bremer Stadtmusikanten stand und präsentierten dazu eigene spanische Texte und Musik. Die Gruppe nutzt für ihre Darbietungen die Methode des Story Telling, d.h. Verstehen durch Bilder und kleine Übersetzungen für alle unterlegt mit selbst komponierter Musik. Auch für die Schülerinnen und Schüler, die kein Spanisch lernen in der Schule, bietet dieses die Möglichkeit kurze und einfache zusammenhängende Texte in einer ihnen unbekannten Sprache nachzuvollziehen. Viele ihrer Darbietungen und Geschichten präsentierte Guagua de cuentos in 3 sprachen: Spanisch, Deutsch und Englisch.
Bei der Geschichte Cocodrilo waren die Schülerinnen und Schüler gefragt die Farben auf Spanisch mit zu singen, bei Casa Mundial- Reise um die Welt ging es u.a. darum einen Tagesablauf auf Spanisch kennenzulernen.
Gegen Ende kam dann noch eine Premiere: das Stück Lass mich frei (libérame) griff das Thema Umwelt auf und setzte es in Verbindung mit den Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen. Es wurden aktuelle Sachverhalte angesprochen wie z.B. Massentierhaltung und Verschmutzung der Ozeane, zu welchen die Schülerinnen und Schüler aufgefordert wurden ihre Zustimmung oder Ablehnung deutlich zu machen.
Unterstützt wurde die Organisation durch 2 Ton- und Lichttechniker der Musical AG, bei denen wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bedanken.

Entkusseln 2020 – Einsatz für das Moor

(Quelle: Osterholzer Kreisblatt vom 25.1.20)

Über die Berge…

Dirk Reinhardt liest zum Thema „Geflüchtete“

Hin und wieder sind Jugendbücher brandaktuell und näher am Problem als mancher Zeitungsartikel – die von Dirk Reinhardt etwa. In seinem letzten Werk „Über die Berge und über das Meer“ beschäftigt sich der Autor mit dem Thema „Geflüchtete“. Er erzählt von Tarek und Soraya, die aus ganz unterschiedlichen Gründen vor den Taliban aus Afghanistan fliehen. So unterliegt das Mädchen als siebte Tochter dem Brauch, „ersatzweise“ als Junge aufzuwachsen, sich frei bewegen und zur Schule gehen zu können. Mit vierzehn Jahren hat sie jedoch das Alter erreicht, in dem sie als Mädchen leben soll, ausschließlich im Hause ihrer Eltern. Die Taliban wachen unmissverständlich darüber. Der einzige Ausweg: Flucht!
Knapp 130 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs ließ Dirk Reinhard eindrucksvoll am frühen Dienstagvormittag in diese fremde Welt eintauchen. Der mehrfach ausgezeichnete Jugendbuchautor gestaltete seine einstündige Lesung eher als Präsentation, gespickt von Leseproben und ergänzenden Informationen sowie Projektionen der Fluchtlandschaften und der Menschen Afghanistans.
„Die Geschichte von Soraya und Tarek ist einerseits erfunden, andererseits auch wieder nicht“, sagt der Autor, „sie ist ein ganz kleiner Ausschnitt aus einer ganz großen Flüchtlingsbewegung.“

Klasse 7.3 gewinnt „Keine Macht den Drogen“-Wettbewerb

Kreativität verhilft zur Klassenfahrt

Als der Flyer zur Ausschreibung des Wettbewerbs „Keine Macht den Drogen – Klassenfahrt 2020“ auf den Tisch flatterte, konnte noch niemand damit rechnen, dass die sich anschließenden Überlegungen, Ideen, Texte und Filme tatsächlich zum Gewinn einer erlebnispädagogischen Klassenfahrt ins „Camp Adventure“ in der Nähe von Walsrode führen würden. Als dann kurz vor Weihnachten 2019 der Anruf aus München kam, dass der Film der Klasse 7.3 zum Thema Suchtprävention der Gewinnerbeitrag sei, war die Freude bei allen Beteiligten groß. Nun wird es im Mai 2020 nach Walsrode gehen, wo Teambuilding zur Stärkung der Klassengemeinschaft und aller einzelnen Schüler*innen im Mittelpunkt stehen wird und die Kinder sich auf ein umfangreiches und abwechslungsreiches Sport- und Abenteuerprogramm freuen dürfen. Euch allen einen herzlichen Glückwunsch und schon jetzt viel Spaß in Walsrode!

Weitere Infos zur Aktion „Keine Macht den Drogen“ erhalten Sie unter http://www.kmdd.de/.